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HABICHTSWALDKLINIK
Die
integrative Onkologie vereint universitäre Medizin, Unser Informationsservice zum Thema:
Magenkrebs
Magenkrebs: Tumorentstehung Es ist inzwischen gut nachgewiesen worden, dass bestimmte Nahrungsmittel vor Magenkrebs schützen können, andere offensichtlich eine Entartung fördern. Insbesondere Nitrosamine in der Nahrung ist seit Jahren ein bekannter Risikofaktor. Nitrosamine entstehen auch aus nitrathaltigen, z. B. geräucherten oder stark gesalzenen Speisen. Weitere Risikofaktoren sind Nikotin- und erhöhter Alkoholkonsum. Seit einigen Jahren wird das im Magen vieler Menschen lebende Bakterium Helicobacter pylori beschuldigt, neben chronischen Magengeschwüren auch Magenkrebs verursachen zu können. Wird eine solche Infektion festgestellt, so führt eine Antibiotikatherapie in der Regel zum Verschwinden des Keimes. Bei einer schon bestehenden Magenkrebserkrankung ist dies zur Therapie nicht ausreichend. Im Magen kommen zwei weitere Arten von bösartigen Tumoren vor: Lymphome und gastrointestinale Stromatumoren (GIST), diese Erkrankungen werden in diesem Kapitel nicht besprochen, sie sind nicht mit dem Magenkrebs verwandt und werden anders behandelt. Magenkrebs: Symptome Die Symptome bei Magenkrebs sind oft wenig eindeutig: Unklare Oberbauchbeschwerden, Gewichtsabnahme und Schwäche sollten eine klärende Diagnostik herbeiführen. Dazu ist im Allgemeinen eine Magenspiegelung die aussagekräftigste Methode. Die Ultraschalluntersuchung durch die Bauchdecke ist zur Diagnose von Magenkrebs nicht geeignet, spezielle Ultraschallsonden, die im Rahmen einer Magenspiegelung „geschluckt“ werden (Endosonographie), klären die Eindringtiefe des Tumors und den Befall der benachbarten Lymphknoten. Zur Vorbereitung der Therapie muss nach Sicherung der Diagnose festgestellt werden, welche Ausdehnung der Tumor hat. Neben dem Ultraschall kann hierzu ein CT hilfreich sein, manchmal führt erst eine Spiegelung der Bauchhöhle zum Ziel. Magenkrebs: Feingewebliche Untersuchung und Stadieneinteilung
Die
feingewebliche Untersuchung unterscheidet bei Magenkrebs zwischen Adenokarzinomen mit den Untertypen papillär, tubulär, muzinös und
Siegelringzellkarzinome, die insgesamt Häufig genannt wird die histologische Einteilung nach Lauren, die einen intestinalen Typ mit polypösem Wachstum und günstiger Prognose von einem diffusen Typ mit infiltrativem Wachstum und ungünstiger Prognose sowie einen Mischtyp, dessen klinisches Verhalten jedoch den Karzinomen vom diffusen Typ entspricht, unterscheidet. Magenkrebs kann an verschiedenen Stellen im Magen entstehen. Im Bereich des Mageneinganges liegen 10-20 % aller Karzinome, im Bereich des Magenkörpers 20-30 % und im Bereich des sog. Magenantrums und des Magenpförtners 50-80 %. Ein besonders günstiges Stadium ist das sog. Magenfrühkarzinom. Hierbei handelt es sich um ein auf die Schleimhaut und die unmittelbar unter der Schleimhaut liegende Bindegewebsschicht beschränkter Magenkrebs. Eine Lymphknotenmetastasierung ist jedoch auch in diesem Stadium möglich. Die Stadieneinteilung bei Magenkrebs erfolgt nach dem sog. TNM-System, wobei T für die Ausdehnung des Primärtumors, N für den Lymphknotenbefall (Nodus) und M für die Fernmetastasierung steht. Bei der Einteilung der T-Stadien wird nicht nach der unmittelbaren Größe des Tumors, sondern nach der Eindringtiefe der Tumorzellen in die Magenwand unterschieden.
Das TNM-System wird verfeinert durch die Angabe des sog. Gradings, eingeteilt in G1-G3, wobei G1 hochdifferenzierten Karzinomen, G2 mäßig differenzierten Karzinomen und G3 gering differenzierten Karzinomen in der feingeweblichen Untersuchung entsprechen. In der Stadieneinteilung nach AJCC aus dem Jahre 1997 werden verschiedene TNM-Stadien in die Stadien 0, I-IV eingeteilt. Magenkrebs: Therapie Wichtigstes Therapieverfahren bei der Behandlung von Magenkrebs ist die rechtzeitige Operation. Diese sollte durch einen erfahrenen Operateur erfolgen. Da die Prognose bei Magenkrebs entscheidend von der Ausdehnung des Tumors im Magen abhängt, ist der Zeitpunkt der Diagnose dieses Tumors der entscheidende Prognosefaktor. Derzeit ist diese Erkrankung nur durch eine vollständige operative Entfernung heilbar. Ist bei Diagnosestellung eine Operation im Gesunden nicht möglich, so wird derzeit in Studien versucht, die Operabilität durch eine vorgeschaltete Chemotherapie zu erreichen. Konnte der Tumor nicht komplett entfernt werden, so kann dem Patienten eine Chemotherapie oder Bestrahlung angeboten werden. Derzeit ist es noch nicht klar zu entscheiden, ob Patienten nach völliger Entfernung des Tumors eine sogenannte adjuvante, also unterstützende Behandlung angeboten werden soll, um das Rückfallrisiko zu vermeiden. Die Ergebnisse mehrerer Studien zu dieser Frage sind widersprüchlich. Aus diesem Grund empfehlen wir eine individuelle Entscheidung, die Risikofaktoren, die Wünsche und die Lebenssituation des Patienten berücksichtigt. Magenkrebs: Therapie in fortgeschrittenen Stadien In fortgeschrittenen Stadien ist zu überlegen, ob eine Operation zur Linderung z. B. von Beschwerden und Wiederherstellung der Magenpassage sinnvoll ist. In der Regel wird man dem Patienten in dieser Situation eine Chemotherapie anbieten, die aus einer Monotherapie mit dem Zytostatikum 5-FU oder einer Kombinationschemotherapie bestehen kann. Im Rahmen von Kombinationschemotherapien stehen erprobte klassische Protokolle zur Verfügung, zunehmend werden aber auch neue Chemotherapiesubstanzen eingesetzt, deren Wirksamkeit in Studien nachgewiesen werden konnte. Magenkrebs: Nachsorge Die Nachsorge des Patienten nach primärer Operation und eventueller adjuvanter Chemotherapie besteht in dreimonatlichen Kontrollen mit Anamneseerhebung, klinischer Untersuchung, Kontrollen von Laborwerten, ggf. von Tumormarkern, Röntgenuntersuchung der Lunge und Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes. Nach zwei Jahren können die Nachsorgeintervalle auf sechs Monate, später auf zwölf Monate verlängert werden. Ein besonderes Augenmerk muss auf die Erholung des Wertes des roten Blutfarbstoffes (Hb) gelegt werden, da es nach Magenoperationen häufig zu Blutbildungsstörungen kommt. Für die Aufnahme von Vitamin B12 mit der Nahrung ist eine im Magen gebildete Substanz erforderlich, die nach totaler Magenentfernung fehlt. Deshalb muss nach Magenentfernung das Vitamin B12 etwa alle 3 Monate gespritzt werden. Auch die Substitution von Eisen und Bauchspeichelenzymen ist in der Regel erforderlich.
Angebot für
Patienten mit Magenkrebs in der Habichtswald-Klinik Kassel, Patienten, die mit der ersten Diagnose oder einer Rezidivdiagnose konfrontiert werden, können sich im Rahmen unserer second opinion eine zweite Meinung einholen. Im Rahmen eines stationären Aufenthaltes können Chemotherapien begonnen oder fortgeführt werden. In ausgewählten Fällen ist in Kooperation die Durchführung einer Strahlentherapie möglich. Anschlussheilbehandlung und Rehabilitation Als Bestandteile einer ganzheitlichen Abteilung tragen alle unsere therapeutischen Angebote gemeinsam zu der Wiedererlangung der Einheit von Körper, Geist und Seele bei. Patienten, die zu einer Anschlussheilbehandlung im Rahmen einer Rehabilitation zu uns kommen, erfahren eine intensive Begleitung der Therapie, die zu einer Steigerung der Leistungsfähigkeit und Lebensqualität führen soll. Im Rahmen der Behandlung eines Patienten mit einem Magenkrebs gibt es keine komplementäre Therapie, die die Operation, Bestrahlung oder Chemotherapie ersetzen kann. Wir wissen aber, dass komplementäre Verfahren die Lebensqualität während und nach der schulmedizinischen Therapie erhöhen können. Unter komplementären Verfahren verstehen wir gezielt eingesetzte Nahrungsergänzungsmittel, die Pflanzenheilkunde, z. B. zur Linderung von postoperativ auftretenden Hormonentzugssymptomen, zur Unterstützung von Entspannungsverfahren, zur natürlichen Beeinflussung von Ängsten und Depressionen. Darüber hinaus hat es sich die Naturheilkunde zum Ziel gesetzt, das unter der Krebserkrankung und der Schulmedizin leidende Immunsystem zu stärken und in seinem Kampf gegen die Krebserkrankung zu unterstützen. Ganzheitliche Medizin bedeutet für den Krebspatienten eine Berücksichtigung aller Dimensionen des Lebens, also neben rein körperlichen Gesichtspunkten auch die geistigen und seelischen Aspekte. Viele Therapieansätze aus der Ganzheitsmedizin zielen nicht direkt auf die Zerstörung des Tumors sondern auf die Stärkung der körpereigenen Kräfte und die Förderung der Gesundung (siehe auch meinen Beitrag zur Salutogenese ).Eine begleitende und wieder aufbauende psychologische Betreuung soll die Erfahrung der lebensbedrohlichen Erkrankung überwinden helfen und ein positives Gestalten der eigenen Zukunft ermöglichen. Speziell onkologisch erfahrene Psychotherapeuten begleiten unsere Patientinnen in Gruppentherapien und Einzeltherapien. Durch Einzeltherapien ist es möglich, nicht nur die unmittelbare Verarbeitung der Krebsdiagnose, sondern auch in der Lebensgeschichte der Patientin liegende Probleme zu thematisieren und gezielt zu bearbeiten. Es gelingt so sogar für Patientinnen in einem fortgeschrittenen Krankheitsstadium, die Lebensqualität deutlich zu verbessern. Wir gehen davon aus, dass durch diese Verbesserung der Lebensqualität auch die körpereigenen Abwehrkräfte gestärkt werden. Wesentlich tragen die Mitarbeiter der Krankengymnastik und der Bäder- und Massageabteilung dazu bei, dass der Patient körperliches Wohlbefinden wiedererlangt. Im Rahmen der Krankengymnastik, Sporttherapie und in der Massage- und Bäderabteilung werden verschiedene Therapieformen eingesetzt, um gezielt die körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern und wieder Zutrauen in den eigenen Körper zu finden und auch auf diesem Weg einen höhere Lebensqualität zu erreichen. Ernährung ist ein wesentlicher Bestandteil einer ganzheitlichen Therapie. Es gibt keine gezielte Krebsdiät, die den Tumor beseitigen könnte, aber durch eine gesunde Ernährung kann viel zur Stärkung des Körpers beigetragen werden, Dabei muss die Krankheitsgeschichte des Patienten berücksichtigt werden. Deshalb bieten wir verschiedene Formen einer vollwertigen Ernährung und Vitalkost (ausgewogenen Form der Makrobiotik) aber auch alle medizinisch erforderlichen Diäten an. Darüber hinaus können Patienten in unserem Haus die ayurvedische Ernährung kennen lernen. Das Hauptproblem von Patienten mit Magenkrebs nach der Operation ist es, mit dem (meist aus Darmteilen hergestellten, kleineren) Ersatzmagen zurecht zu kommen: Oft sind nur sehr kleine Mahlzeiten möglich, es kommt leicht zu Übelkeit, und die oft lange anhaltende Appetitlosigkeit erschwert zusätzlich eine Gewichtszunahme. Die Ernährungstherapie richtet sich nach den Bedürfnissen und Symptomen des Patienten. In der Regel ist es unter der Therapie oft auch schon im vorangehenden Krankheitsverlauf zu einer deutlichen Gewichtsabnahme gekommen. Patienten können nur noch kleine Mahlzeiten zu sich nehmen, oft kommt es zu Unverträglichkeiten von Milchprodukten, fetten Speisen, Abneigung gegen Fleisch, so dass, um eine ausgewogene Ernährung zu erreichen, spezielle Kostformen mit häufigen kleinen Mahlzeiten angeboten werden müssen. Soweit erforderlich, kommen ergänzende Ernährungen in Form von Nahrungskonzentraten („Astronautenkost“) oder in Form einer Ernährung über die Venen in Frage. Auch eine komplette Ernährung über die Venen ist in unserem Hause möglich. Bei der Diagnose Krebs taucht bei vielen Patienten die Frage nach dem Sinn auf. Hier bietet unsere Klinik einzigartige Möglichkeiten, auf freiwilliger Basis verschiedene Angebote zu nutzen, um sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Wesentlich zur Wiedererlangung der eigenen Kräfte und Freude am eigenen Schaffen ist die freiwillige Teilnahme am kreativen Angebot. Patienten, die mit fortgeschrittenen Tumorerkrankungen in unser Haus kommen, werden umfassend und vertrauensvoll über das für und wider jedes Behandlungsschrittes sorgfältig in Gespräch zwischen Arzt und Patient aufgeklärt.
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den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
Die „Komplementäre Onkologie“ von Jutta Hübner: Ein Buch, das Sie als Onkologe oder als Hausarzt, Internist, Gynäkologe oder Urologe, der mit Krebspatienten konfrontiert ist, immer wieder konsultieren werden. Alle Komplementärsubstanzen als Patienteninformation auf CD-ROM!
Weitere Informationen und Bestellformular finden Sie
hier: Komplementäre Onkologie, Supportive Maßnahmen und evidenzbasierte Empfehlungen Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht Ihnen unsere Chefärztin im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in unserer Privatambulanz.
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Klinik ist nach den Qualitätsgrundsätzen der DIN-EN ISO 9001 zertifiziert. Unsere Klinik ist von allen gesetzlichen Krankenversicherungen in Deutschland nach § 111 als Rehabilitationsklinik anerkannt. Wir sind außerdem von allen privaten Krankenkassen als gemischte Anstalt anerkannt. Die Kostenübernahme muss aber zuvor bei dem jeweiligen Kostenträger beantragt werden. Bei Rückfragen bezügl. der Kostenübernahme können Sie sich gerne an unseren Verwaltungsleiter, Herrn Schenk, wenden (Servicetel.: 0800 / 8 90 11 00, Tel.: 0561-3108-621, E-Mail)
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